Juniorenprojekt J/24

Seit Jahren wird beobachtet, dass ehemalige Jugendsegler nach ihrer Seglerkarriere in den Jollen häufig ihren Vereinen den Rücken kehren. Sei es studienbedingt, oder aus Gründen des Berufseinstiegs. Dazu kommt fehlendes Bootsmaterial für diejenigen, die aus Altersgründen nicht mehr in den Jugendmeisterschaftsklassen mitsegeln können. Eine Zeitlang sind sie noch als Trainer aktiv, oder halten sich noch aus Tradition eine Zeitlang im Verein auf. Dann sind sie weg. Da aber genau diese Zielgruppe mit Segel-, bzw Regattaerfahrung in den Vereinen gebraucht wird, habe ich u.a. dies Thema zum Anlass genommen, auf einem Törn mit Jugendobleuten Berliner Segelvereinen diese Problematik zu vertiefen.

Schnell wurde im Austausch klar, dass für Kinder und Jugendliche immer wieder Boote, wie Opti, Teeny, 420er, Pirat oder 29er angeschafft wurden. Das Geld wurde zur Verfügung gestellt. Für die Junioren allerdings wurde in den seltensten Fällen an eine Lösung gedacht. Dabei haben auch diese jungen Erwachsenen noch nicht genügend Finanzmittel, um sich ein entsprechendes Boot anzuschaffen. Abwanderung war und ist die Folge. Bei den Überlegungen, ein Boot zu finden, dass möglicherweise in ganz Berlin gesegelt werden kann und die ehemaligen Jugendsegler doch irgendwie wieder zusammenführt ist die Entscheidung gefallen, das Kielschiff J 24 zu bevorzugen. Das bedeutet jedoch nicht, andere gute Bootsklassen wie bsw. Streamline, Beneteau… usw. zu düpieren. Es wurde darauf Wert gelegt, dass die J 24 Schiffe enorm günstig im Gebrauchthandel zu bekommen sind. Damit wäre u.a. gewährleistet, dass auch „kleine“ Vereine ermöglichen könnten, ihren Jugendlichen ein entsprechendes Schiff zur Verfügung zu stellen. In anderen Landstrichen, besonders jedoch in Hamburg war die „Pro - Entscheidung J 24“ ein Schub im Juniorenbereich. Rund 30 Schiffe sind in Hamburg registriert, mit bis zu 10 Seglern. Nicht alle können eben aufgrund ihres Einstiegs immer segeln. Auch vereinsübergreifend könnten sich Teams zusammentun um bsw. für ihren Wassersportbezirk, Tegel, Müggelsee, Unterhavel… zu starten. Ab 5.000€ sind gebrauchte Schiffe immer wieder im Angebot. Ein gebrauchter, sehr guter 420er ist dafür nicht zu bekommen. Sportlich können die ehemaligen Jugendlichen, mit all ihrer Erfahrung dann weiterhin ihren Bezirk, oder Verein vertreten. Darüber hinaus behalten wir diese Jugendlichen/Junioren im Verein. Übrigens stellt auf der Kieler Woche die J 24 die größte Kielbootklasse. Alle Yardstickregatten und auch Küstenregatten wären ebenfalls eine Herausforderung, das Schiff entsprechend zu nutzen. 

Im Folgenden einige Fotos und Angaben zum Boot: 

Bootsklassenbeschreibung J/24